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Der Kundenratgeber

Hier finden Sie unseren kleinen Ratgeber für Kunden und Produkte. Damit möchten wir Ihnen wichtige Informationen über Chemikalien und Pflegesymbole vermitteln und diverse Tipps für Sie und Ihre Wäsche geben.

ChemikalienGefährliche HaushaltsmittelSicherheitstipps

Hier geht es um Reklamationen aufgrund von negativen Veränderungen an Ihrer Kleidung, die durch Gebrauchseinflüsse entstanden sind und zwar durch Substanzen, die man auch als Chemikalien bezeichnet.

So mancher Kunde ist felsenfest davon überzeugt, dass nur eine Reinigung mit Chemikalien arbeitet. Schließlich hießen die heutigen Textilreinigungen in früheren Zeiten ja Chemische Reinigung. Deshalb ist ihnen vollkommen klar, wenn nach der Reinigung eine helle Stelle entstanden ist liegt das an den “scharfen” Mitteln, die dort verwendet wurden. Auf die Idee, dass solche “scharfen” Mittel auch im Haushalt verwendet werden, kommen Sie gar nicht.

Sind Salz und Essig, die man ins Essen gibt, Chemikalien?

Betrachtet man diese Substanzen vom Standpunkt eines Kochs, sind beides Würzmittel für ein schmackhafteres Essen. Vom Standpunkt eines Chemikers hingegen sind beides chemische Verbindungen.

Nimmt der Mensch Salz und Essig in geringen Mengen zu sich, schaden sie ihm nicht, ein bißchen zuviel davon führt jedoch zu unerwünschten Erscheinungen, weil der Körper auf ihre “Chemie” reagiert.

Gelangt vom Essig ein Tropfen auf die farbige Bluse, kann die darin enthaltene Säure auch mit deren Farbstoff reagieren, was sich mit einer Farbtonveränderung bemerkbar machen kann. Die Kundin hält das für einen Fleck, bringt die Bluse in die Reinigung und reklamiert die veränderte Stelle, die nach ihrer Meinung durch eine falsche Behandlung in der Reinigung entstanden ist. In Wirklichkeit wurde der Schaden durch den Essig im Haushalt verursacht.

Einzelne Bestandteile nachfolgend aufgeführter Mittel können helle Stellen, Farbveränderungen, gelegentlich auch Löcher an den Kleidungsstücken verursachen:

Abfluss-/Sanitärreiniger: Enthalten starke Alkalien oder Chlor abspaltende Produkte
Arzneien: Flüssige Medizin kann dunkle Stellen verursachen.
Desinfektionsmittel: Können Bleichmittel enthalten.
Entkalker: enthalten starke Säuren.
Geschirrspülmittel: hier ist das gemeint, das in Geschirrspülmaschinen eingesetzt wird: Sie enthalten starke Alkalien und milde Desinfektionsmittel
Haarfärbe-/-bleichmittel: Verursachen farbige, meist nicht entfernbare Flecken oder helle Stellen.
Hautbräunungscremes: Erzeugen auf Wolle oder Seide bräunliche, oft nicht entfernbare Flecken.
Klebstoffe / Nagellackentferner: Solche, die einen starken Duft verströmen, können Acetatfasern an- bzw. auflösen.
Putzmittel: Können Bleichmittel enthalten.
Waschmittel: enthalten Bleichmittel und optische Aufheller.
Zahnpasta: solche, die weiße Zähne machen sollen, enthalten Bleichmittel

  • Achten Sie beim Kleidungskauf auf die Pflegesymbole (siehe Punkt (1) “Pflegesymbole” im “Produkt-Ratgeber”). Kaufen Sie keine Garderobe, die weder gewaschen noch chemisch gereinigt werden darf. Enthält das Kleidungsstück kein Pflegekennzeichnung (z.B. auch durch Entfernen), liegt das Risiko einer falschen Behandlung beim Kunden.
  • Beachten und überprüfen Sie vor Auftragserteilung die Haftungsbedingungen Ihres Reinigungsbetriebes ( siehe Punkt “AGB”, bzw. den Aushang “Allgemeine Lieferbedingungen des deutschen Textilreinigungsgewerbes”) in Ihrer Filiale.
  • Untersuchen Sie Taschen nach Kulis, Filzstiften, Geld oder scharfen Gegenständen. Sie haben hier eine Mitwirkungspflicht !
  • Entfernen Sie empfindliche Knöpfe, Schnallen u.ä. Assecoires. Geklebte und bedruckte Materialien sind z.T. reinigungsunbeständig.
  • Markieren Sie Flecke bzw. weisen Sie den Reiniger auf Stelle und Art hin (z.B. Obst, Blut, Ketchup, Rotwein). Die richtige Vorbehandlung ist oft entscheidend für den Erfolg.
  • Versuchen Sie nach Möglichkeit nicht laienhaft selbst Flecken zu entfernen, wenn die Kleidung chemisch gereinigt werden muß. Einmal “fixierte” Flecke (durch Wärme, Wasser, falsche Lösemittel oder auch längeres Liegenlassen) sind meist nicht mehr entfernbar.
  • Bestehen Sie bei teuren, flecklosen Sachen auf eine gründliche Warenschau und dem Vermerk “Keine Flecken”.
  • Schließen Sie bei teurer Garderobe eine Schadenersatz-Zusatzversicherung ab! Ansonsten begrenzt sich die Haftung des Reinigers auf das Fünfzehnfache des Reinigungspreises.
  • Lassen Sie mehrteilige Stücke wie Kostüm oder Anzug zusammen reinigen, da sonst leichte Farbunterschiede auftreten können, die normal und kein Reklamationsgrund sind.
  • Verlangen Sie bei unbefriedigender Reinigung auf jeden Fall Nachbesserung.
Der Produktratgeber

Manche wissen nicht, wenn Sie Ihre Wäsche behandeln wollen, auf was Sie genau achten müssen. Deshalb geben wir Ihnen hier einen Überblick über Pflegesymbole.

symbol_allAllgemein kennzeichnet das Pflegesymbol die vom jeweiligen Hersteller empfohlene Art der Behandlung von Textilien. Dabei findet man Angaben zum waschen, reinigen, trocknen und bügeln. Die Symbole sind bei den Textilien meist auf kleinen Stoffetiketten im Innern eingenäht.

Im Jahre 1975 wurden die Pflegsymbole von der Internationalen Organisation für Textilpflegekennzeichen GINETEX (Groupement International d’Etiquetage pour l’Entretien des Textiles) erstmals eingeführt. Im Jahre 1991 und 1994 wurden sie dann in Deutschland und später auch in Europa standardisiert.

Auf den folgenden Seiten werden die verschiedenen Pflegesymbole jeweils in Text und Bild vorgestellt. Dabei wird speziell auf die verschiedenen Waschsymbole, Bleichsymbole, Bügelsymbole, Reinigungssymbole und die Trocknersymbole eingegangen. Zu guter Letzt werden noch Unterschiede zu diversen ausländischen Symbolen. Ähnlichkeiten zum europäischen System gibt es hier z.B. in Kanada, in Japan hingegen gibt komplett neue Varianten.

WaschenReinigenBügelnTrocknenBleichenAusländische Symbole
s_w1 In der Waschmaschine waschbar s_w2Maximal bis zur angegeben Temperatur waschbar (30°, 40°, 50°, 60°, 95°).
s_w3Mit angegebener Gradzahl im Schonwaschgang waschen. s_w4 Mit angegebener Gradzahl im Feinwaschgang waschen.
s_w5 Nicht in der Waschmaschine waschbar. s_w6 Nur für die Handwäsche geeignet.
s_r1Nicht für die chemische Reinigung geeignet. s_r2Für die Reinigung mit allen Lösungsmitteln geeignet.
s_r3 Für die Reinigung mit den Kohlenwasserstoff geeignet.Lösungsmitteln R113 s_r4Wie “F”, aber mit Einschränkungen in Temperatur und Feuchtigkeitszugabe.
s_r5Für die Reinigung mit den Lösungsmitteln Perchlorethylen, Kohlenwasserstoff, R113 und R11 geeignet. s_r6Wie “P”, aber mit Einschränkungen in Temperatur und Feuchtigkeitszugabe.
s_b1 Nicht zum Bügeln geeignet. s_b2Für WARM (110°) bügeln geeignet (z.B. Acryl, Nylon, Acetat).
s_b3Für HEISS (150°) bügeln geeignet (z.B. Polyester, Wolle). s_b4Für SEHR HEISS (220°) bügeln geeignet (z.B. Baumwolle, Leinen).
s_tr1Das Trocknen im Wäschetrockner ist möglich. s_tr4Nicht im Wäschtrockner trocknen.
s_tr2 Kann bei niedriger Temperatur im Wäschetrockner getrocknet werden. s_tr3 Kann bei höherer Temperatur im Wäschetrockner getrocknet werden.
s_tr5Wäsche erst schleudern und dann zum Trocknen auf die Leine hängen. s_tr6Wäsche sollte ohne Schleudern zum Trocknen hingelegt werden.
s_tr7Wäsche zum Trocknen auf die Leine hängen.
s_bl1Das Bleichen mit Bleichmitteln ist möglich. s_bl2Das Bleichen mit Chlor ist möglich.
s_bl4Darf nur mit Sauerstoff gebleicht werden. s_bl3Hier dürfen keine Bleichmittel verwendet werden.

Pflegesymbole von USA und Kanada

Die Pflegesymbole in den USA und Kanada ähneln größtenteils denen aus Europa. Unterschiede gibt es hier bei der Angabe der Gradzahl bei Waschtemperaturen, die hier nicht mit Zahlen sondern mit Punkten dargestellt werden. So bedeutet ein Punkt z.B. eine Maximalwaschtemperatur von 30° und sechs Punkte 95°.

s_a1  s_a2 Ein weiterer Unterschied ist die unterschiedliche Färbung der Symbole. So bedeutet Rot ein Verbot für bestimmte Behandlungsmethoden, Gelb deutet auf eine Behandlung mit Vorsicht also z.B. ein Schonwaschgang hin und bei grünen Symbolen ist keine besondere Vorsicht von Nöte

Japanische Symbole

s_a3 s_a4 Die japanischen Pflegesymbole unterscheiden sich vollständig von den bisher genannten. So werden die Waschsymbole z.B. als Waschmaschine mit den entsprechenden Gradzahlen dargestellt oder die Bleichsymbole als Reagenzglas. Es gibt aber auch völlig neue Symbole, wie das Verbot des nicht Auswringens.